B(r)eikost … ein Resümee

Ach was habe ich mich da anfangs verrückt gemacht … und wie „simpel“ es letztlich jetzt ist….

Ich bin/war leidenschaftliche Stillmama – aber nicht militant ääächt nicht … Wobei ich gestehe, dass ich ese befremdlich fand, dass im Forum auf dem ich mich rumbewegte auf einmal mit Eintritt in den 4. Lebensmonat das Rennen um „Wir füttern den ersten Brei“ begann und ein Geheule anfing warum das Kind den ollen  ach so leckeren Brei denn nicht mag. Ich wäre da noch gar nicht auf die Idee gekommen — und so „militant“ einige vorher auf „nur Brust“ schworen wurde man auf einmal angegangen als „Ökomutter“ die ihr Kind halb verhungern lässt und ihm nicht genügend Eisen zuführt, weil man eben erstmal das (ja auch empfohlene) halbe Jahr nur stillen wollte. In meinem Kopf lief dabei immer ein „hömmaaa könnt ihr euch mal entscheiden für und gegen was ihr seid?!“

Naja – auch bei uns musste es aber mal ohne Brust weiter gehen – und den Zeitpunknt hat so ziemlich die Kurze selbst bestimmt  Letztlich war sie noch keine 6 Monate als mir ihre Immense „Ich will das da essen – was du da hast“ Meckerphase doch mal als das auffiel, was sie war. Nach einem ersten Start mit 5 Monaten (Pastinake…naja…hätte ich auch nicht gegessen…), den ich dann ja wieder gelassen habe, wegen Desinteresse der Kurzen (man wühle in den Blogeinträgen für genaueres ) ging es dann mit fast einem halben Jahr los.

da wollte ich ja auf keinen Fall die bösen bösen Gläschen holen mit den bösen bösen Inhaltsstoffen. Also natürlich selbst kochen. Ok…Aber bio kaufen?! Nööö…dann irgendwie doch nicht nur… Dann mal los – ist ja alles ganz einfach…öhhh…naja…und wie viel muss ich machen? Da ging es schon los!  Hatte von der Hebamme eine wirklich gute Broschüre bekommen, in der viel Info und einiges an Grundrezept stand (incl. Hinweis, das Möhren so gaaar nicht gut wären für den Darm am Anfang – weshalb es die tatsächlcih gaaanz spät gab hier) … aber so ganz einfach war es dann doch nicht. Vielleicht auch weil ich dazu neige mir alles zu kmpliziert zu machen

Also erstmal Beratung mit der Mutter der LeniMausraupe …. irgendwie macht die das immer intuitiver und so – ohne dass ein „Wettbewerb“ entsteht bei uns – ganz cool…muss nebenbei mal erwähnt werden, dass es auch „normalmuttis“ gibt …. und dann ging das Gekoche los. Und im Ernst…die ersten 4-6 Wochen habe ich akribisch Liste  geführt (siehe oben)… Was genau war im Brei an welchem Tag – wie viel hat sie gegessen – hat sie reagiert auf etwas  Betrachte ich mir die jetzt muss ich schon selbst ein wenig lachen – erst habe ich dann vergessen weiter aufzuschreiben, dann war es mir schlichtweg egal! Aber ich muss auch sagen: einige Hautekzeme konnten wir so direkt auf den Kürbis schieben – für den Anfang also vielleicht doch gar nicht so eine doofe Idee!

Abendbrei folgte knappe 3 Wochen später – auch hier erst mit Liste … und als ich weitere 2-3 Wochen darauf (ihr seht – schon den Überblick aufgegeben zu dem zeitpunkt) dann mit NAchmittagsbrei anfing war die Liste schon in irgendeiner Schublade verschollen.

Und dann?
Als es dann alle drei Breisorten gab….hatte ich echt keinen Bock mehr! Ich habe gefühlte 80% des tages mit Breikochen und warm machen verbracht….*neeerv* Also…was tun? festgestellt, dass ich es eh „zu viel“ finde nachmittags auch noch Getreide in das Kind zu stopfen.  Kurzum also wurden Obstgläschen gekauft und nachmittags gibt es seitdem ein Obstgläschen für meine Flocke. Manchmal auch „nur“ frische Erdbeeren in die Hand oder ein Müsli-in-Obst Gezeugs. Bei uns sehr beliebt die Rossmann Gläschen

Mittags darf auch durchaus mal Onkel Hipp kochen! Das einzige, dass stört, ist der Salzzusatz…aber im ernst – für die paar Mal *tz*miregaljetzt* Meist steht hier also 1-2 Hipp-Mittagsgläschen im schrank „für wenn schnell gehen muss“ oder „für wenn woanders“   Macht mich das zur Rabenmutter – neee ! *so* Ich koche noch so einiges selbst und auch Obstmus wird abends selbst gemacht. Und überhaupt hat die Art zu „kochen“ für mein Kind schlichtweg keinen exponential abhängigen Liebesquotienten Und wer hat Lust und Zeit dauuuuernd Brei zu rühren am Tag – ich nicht

Aber egal was/wer/wie/warum davon so hält wie es bei uns gelaufen ist…. TIPPS für die noch-nicht-breimamas oder die von euch, die so furchtbar kreativ sind wie ich….hoffe ich darin trotzdem untergebracht zu haben. Kommen hier auch noch ein paar

Nachdem Kürbis nicht so dolle ankam bei der Flocke probierten wir Kohlrabi – dann Kohlrabi mit kartoffel – dann mit Pute. Und ich kann nur sagen – Kohlrabi ist auch weiterhin eines ihrer Lieblingsbreie! Wir arbeiteten uns durch das Gemüsefeld …. Blumenkohl, Gurke, Paprika, Fenchel Möhren….

Was mir unheimlich in meiner Koch-Unkreativität geholfen hat, war übrigens ein Buch, dass ganze €5 kostet und nicht nur Inspiration (wer sonst wäre auf Gurke-‚Birne Brei mit Putenfleisch gekommen?? Und die Kurze LIEBT das Zeug!) war, sondern auch richtige Hilfestellung für so vieles….vor allem auch im Abschätzen von Mengen beim Vorkochen. Kochen für Babys von Sonja Sammüller Einfach ein wirklcih wirklich empfehlenswertes Buch!Schön aufgebaut mit tollen Ideen für auch Abend- und Nachmittagsbreie …

Lieblingsbreie sind geworden Apfel-Fenchel-Kartoffel und Gurke-Birne Pute für MIttags, Abends Polenta (Maisgries) mit Erdbeeren und Nachmittags Pfirsich-Zwieback 

Auch einfach mal testen … 2 Tiefkühlherzen (bofrost) Spinat und eine Kartoffel sind eine gute Portion für mittags und schnell fertig….oder einfach alles was man selbst isst erst ungewürzt lassen, etwas abnehmen und pürieren fürs Kind — eigentlich bekommt Madamme jetzt eh hier alles auch mal zum probieren…ganz entspannt….

…joa….somit ist mein Resümee … nicht so verbissen sehen (Notiz an mich selbst fürs nächste mal *mihhi* )

Und nu renne ich mal mit der Flocke zur LeniMausraupe im Freibad…und berichte bald noch was passiert wenn das Kind erfolgreich der Mama unter die Dusche folgt….voll angezogen…Und der Zahn….weigert sich immer noch…weiter nur ein Loch und ein Sabberkind…

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5 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. BrummelBrot
    Mai 25, 2012 @ 10:33:51

    Na ich kann mir gut vorstellen, dass da in diversen Foren komplett unterschiedliche Ansichten sind. Ich finde, man sollte das einfach für sich selbst entscheiden.
    Entscheiden was man den Kurzen gibt. Wie lange und überhaupt. Foren sollte man als Empfehlungen bzw. Erfahrungsaustausch sehen. Manche sind aber so verbissen auf IHRE einzig wahre und richtige Einstellung, dass man selbst gänzlich verunsichert wird oder einfach nur genervt ist.

    Während die einen es als „altmodisch“ und „ab an den Herd“ sehen, zu stillen (weil man da ja nicht so mobil ist und das Kind ständig an der Backe hat – da frag ich mich, warum solche Leut überhaupt ein Kind haben, wenn ses gleich wieder abschieben, aber nun gut)… sind die anderen ganz extrem und stillen auch mal über die ersten 2, 3 Jahre hinaus. Was ich mal so gar nicht verstehen kann ist, dass das die Kinder so lange mitmachen. Aber nun gut. Jeder wie er meint.

    Aber mal sehen, wie das im Hause Brot werden sollte, wenn da mal ein Babybrot herum kullert und Hunger hat.

    Antwort

    • The fairy Owl
      Mai 25, 2012 @ 21:05:06

      Ja eben (wg. Foren und Meinungen und so …) !

      Ich fand die „reine“ STillzeit dabei übrigens viel viel unkomplizierter … erst mit der „Verdammt – das Kind braucht dann und dann den nächsten Brei – ich muss nach Hause“ Haltung kam das „eingesperrt/abhängig“ sein bei mir. Ansonsten war es einfach urpraktisch das Essen immer schön verpackt dabeizuhaben *hihi*

      Ach und man nimmt sich vorher so viel komisches Vor….und dann macht man es intuitiv doch ganz anders 🙂 Und Intuitoin kann m.E. nie falsch sein … 🙂

      Antwort

      • BrummelBrot
        Mai 28, 2012 @ 18:25:29

        Na diese… „ich will mein Kind nach der Geburt am liebsten sofort in eine Krippe stopfen“-Mütter sehen das aber anders. Eben weil man das Kind ja zum Stillen dabei haben muss. Um sich haben. Das geht doch nicht. Man hat schließlich Kinder, um sie dann von früh bis spät abzuschieben. KiGa lass ich mir natürlich eingehen, aber nen Säugling?! Ich bin da kein Freund von. Aber dafür darf ich mir immer nachsagen lassen, ich wär eine Schande für die weibliche Emanzipation (…).

      • The fairy Owl
        Mai 30, 2012 @ 17:09:22

        Bei manchen geht es ja nun wirklich nicht anders, als schnell wieder zu arbeiten – aber ich hätted es mir auch nicht vorstellen können! Gehe ja sogar nach einem Jahr mit gemischten Gefühlen 🙂

        *hach* Ist auch für viele hochemotional das Thema — aber ICH sehe Emanzipation so, dass es für mich doch eben die (wahl)Freieheit bedeutet und weder den Zwang wieder direkt in den Job zu steigen – noch den, ewig zu Hause zu bleiben. Insofern unterschreibe ich das mit der Schande nicht 😉

  2. Anja
    Mai 27, 2012 @ 11:51:03

    Haha, wie geil, du hast echt sone Liste geführt? Das ist natürlich sehr fleiißig 🙂 Aber klar, nach ein paar Wochen hat man es so drin, dass man gar nicht mehr dran denkt weiter zu schreiben 😉

    Ich hab ja am Anfang auch alles selber gekocht, jetzt kaufe ich für Nachmittags Gläschen und auch Fleisch, irgendwie krieg ich das nie vernüftig gekocht.

    Und ich hab auch schon Gläschen gekauft die nen Zuckerzusatz hatten, man überliest solche Sachen einfach manchmal, davon werden die Kinder auch nicht sterben.
    Ich hab jeden Abend als Baby Pomps Kindergries gegessen, der ist sowas von gesüßt – und ich bin auch keine Tonne geworden 😉 (Ok, von der Schwangerschaft mal abgesehen, aber das ist fast alles wieder runter – ehrlich hihi ;))

    Antwort

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