Der Frosch — das leben zu 4.

*staubwegpusten* noch jemand hier? 
Meine Güte…ihr merkt es … der Frosch ist da. … und ich frage mich täglich wie all die tolle mamiblogger hier und in meiner Twitter TL es schaffen ihre Blogs so klasse zu führen. Ich bekomme das nicht hin. Aber lieber ab und an als  gar nicht…oder nur Zweizeiler … oder? Ich muss ja keinen High-Traffic haben auf Gedeih und Verderb.

Das Leben zu viert … soooo anders als befürchtet 🙂 Hier ein „Einstieg“ : 

naja...die größen sind von Dezember *lach*

naja…die größen sind von Dezember *lach*

…was haben wir Dramen befürchtet…sowohl zwischen den Kindern, bzw von der Motte ausgehend, als auch von mir aus und der Organisation unseres Alltags. Und was soll ich sagen: nix klappt in der Organisation wirklich gut, aber es juckt mich nicht die Bohne *lach* Das zwischen den Kindern hingegen funktioniert so hervorragend, dass wir sogar zum KiTa Sprechtag Lob bekamen, wie toll wir das hinbekommen hätten die Motte zu integrieren. Das haben wir ja tatsächlich schon die ganze Schwangerschaft über versucht…und es ist toll von außen zu hören, dass wir uns scheinbar nicht allzu doof angestellt haben dabei. Natürlich gibt es Knatsch – natürlich ist die Große auch immer mal wieder eifersüchtig und will genau DANN auf den Arm, wenn ihr Bruder bereits herzhaft schreit. Aber es hält sich wirklich in Grenzen und im Normalfall höre ich eher so etwas wie „Oh, der Frosch schreit! Ich beruhige ihn!“ oder „Ich kümmere mich um den Frosch, Mama“ und *schwupp* geht sie die Wippe schaukeln, kitzeln oder Grimassen ziehen.

Ich kann euch gar nicht sagen WIE unfassbar stolz ich auf unsere kleine große Motte dabei bin.

Beim Mann und mir herrschen aber auch keine Illusionen … wir sind uns sehr bewusst, dass es sich mit steigender Mobilität des Frosches schlagartig ändern wird. Aber, hey, wir machen es wie vorher: ganz schreckliches erwarten und dann positiv überraschen lassen!

Alltag…tja…zu Tagen an denen Winterspielplatz oder Kinderturnen ist, fühle ich mich wie mit dem Dampfhammer erschlagen abends – mit beiden püntklich irgendwo zu sein ist schon ganz schön *uff* Und beim Turnen habe ich gleich doppelt Sport – neben Aufpassen, Loben und Bewundern der halsbrecherischen Aktivitäten der Motte beim zeitgleichen Versuch endlich mal Erwachsenen-Gespräche während normaler Tageszeiten zu führen schleppe ich da noch so einen 8kg Brocken im Tuch oder Sling mit mir herum. Fitnessstudio? Hey – braucht keiner! Und Winterspielplatz — uahh…selbes Spiel in grün… plus Kaffee … minus Tuch … und leider auch mit viel mehr plus „Der hat mich geschubst“ – „mamaaa…können wir ….!“

Aber: es ist machbar, lebbar und bereitet mir erstaunlicher Weise echt Freude. Selbst an Tagen die eigentlich für die Tonne sind und ich jedem auf Twitter versuche meine Kinder zu verkaufen („Ach komm – du wolltest doch Kinder. 2 zum Preis von einem….auch als Leihgabe…bring sie nach der Pubertät einfach zurück!“) … selbst dann liege ich abends im Bett, nachdem ich vorher die im Bett umher-helikopterte Motte wieder richtig gelegt und lächelnd zugedeckt habe…neben dem schnarchenden Frosch (phh…Baby hat Schnupfen…ich sag Euch..der ist lauter als der große Mann zu meiner anderen Seite) … und kann echt nur grinsen und zufrieden einschlafen. Wer hätte das gedacht ?!

Vorzeigemutter bin ich immer noch nicht – werde ich auch nie. Ich bin ultraoft genervt und habe keine Lust zum 1000.x mir irgendwas tolles anzugucken…und drohe voll unpädagogisch mit „Dann gehe ich halt alleine“ wenn Madame Motte mal wieder 20 Minuten braucht beim abholen in der Kita einen der Pantoffel gegen einen der Schuhe zu tauschen (Natüüüürlich am falschen Fuß).  An manchen Tagen nervt mich das kolossal und ich wünschte ich wäre geduldiger, kreativer im Alltag und all so einen Kram. Dann mache ich abends tausend Pins in meine Pinterest „Mit den Kindern mal machen“-Liste … und eigentlich kommt man zu dem ganzen Mist eh nicht 😉 Und überhaupt…in der Regel denke ich mir, das ist schon alles gut wie wir das machen. Fehler machen und doof sein gehört zum Mama sein dazu. Und zum Kind sein auch. Und wisst ihr was – wenn ich das Gefühl habe ich war echt zu blöd/ungeduldig/unlustig etc am Tag … dann sag ich das der Motte auch wenn sie abends ins Bett geht. Und dann finden wir uns beide gar nicht mehr so schlimm und kuscheln noch eine Runde. (uhh das klingt ja doch mega – pädagogisch…egal 🙂 )

Und der Frosch? – Den wollte ich die ersten paar Monate direkt wieder zurück bringen. So entspannt wie es bisher klang war es anfangs gar nicht …

Glaubt ihr nicht? Ich sag Euch … wenn die Motte so drauf gewesen wäre, dann wäre sie Einzelkind gewesen. Klar, so ein Wurm kann ja nichts für seine Koliken, aber ein Kind, dass schreit sobald es wach ist – vor Bauchweh, vor Unzufrieden..vor was-auch-immer ist schwer zu ertragen. Ganz ganz schwer. Ich wollte einfach nur ein Baby das auch einmal glücklich ist. Es hat unglaublich an meinen / unseren Nerven gezehrt. ich konnte dann selbst auch gar nicht zufrieden sein. An manchen Tagen war ich einfach wütend so ein dämliches Brüllkind zu haben (und wer jetzt behauptet so etwas nie über sein Kind gedacht zu haben, der lügt 😛 ), an anderen habe ich mir nur Vorwürfe gemacht, dass ich scheinbar nicht in der Lage bin mein Baby zu beruhigen und schon gar nicht für 2 Kinder da zu sein. Diese erste Phase fühlte sich so ewig an … und wenn endlich mal Ruhe einkehrte hier, dann war ich so platt, dass für jedwede Hobbies absolut keine Zeit oder Kraft mehr da war (hence the delay …. der Blog setzte also Staub an). Ich dachte das wird nie etwas hier. NIE. ..

Und dann … dann kamen Bigaia Tropfen … und dann waren wir an der magischen 3-monats-grenze. Und es geschah erst ein kleineres (Bigaia gehören auf nen Trohn!) und dann ein größeres Wunder. Es geschah wirklich das, was mir meine Hebamme so angepriesen hatte … es war plötzlich vorbei! Irgendwann wachte ich auf und dachte „komisch – irgendwie bist du seit ein paar Tagen viel ausgeglichener!“ … es dauerte etwas, bis es auch in meinem Kopf ankam: der Frosch brüllte nur noch bei Unzufrieden/Müde und Hunger. Die Meiste Zeit gluckste er und grinste…und ich grinste mit 🙂 Na und seitdem…siehe oben. Wir leben das Chaos und sind glücklich dabei!

Das einzige was wir noch einführen müssen ist „Mama hat Pause“ … nächste Woche startet endlich Rückbildung für mich. Denn Atempausen .. .die fehlen mir noch sehr! Der Frosch ist nämlich ein ausgesprochen guter Schläfer…nachts! Tagsüber beschränkt er sich auf 3-4x 30 Minuten. Wenn wir mit Tuch oder Kinderwagen unterwegs sind werden daraus auch gerne mal 1- 3 (!) Stunden. Aber sonst : Keine Chance! Und so komme ich auch weiter zu kaum etwas … weder zum bloggen, noch zum nähen, noch zum Briefe schreiben. Und WENN dann brauche ich so lange mich zu entscheiden, welches aus dieser Liste ich jetzt angehen möchte, dass er direkt wieder wach ist *kicher*

so und damit…verabschiede ich mich für heute …

demnächst dann mal wieder ein paar genähte Dinge…und ich muss euch noch zeigen / erzählen was meine Hebamme von uns zum Abschied bekam. Sie hat jetzt beide Kinder bei uns betreut und zum endgültigen Abschied wollte ich etwas besonderes machen. Zumal sie dieses mal anfangs Schwerstarbeit hatte beim Kühe Melken  mit meinem zu starken Milcheinschuss.

Bis hoffentlich bald…wenn denn noch wer liest hier 😉 sonst führe ich halt fröhlich Selbstgespräche…das kann ich auch :-p

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s